
Wenn es in der Südsee noch ein unentdecktes Paradies gibt, dann könnte es Samoa sein, bestehend aus 2 Hauptinseln und mehreren kleineren Inseln in Sichtweite. Nach einem Besuch des Stevenson Museum in Apia mit einer Photoausstellung aus der Zeit um 1900 waren wir etwas verblüfft das sich seitdem kaum etwas verändert hat (von der Haupstadt Apia mal abesehen). Gewohnt wird immer noch in den klassischen wandlosen Fales, d.h. Stelzen auf einem Fundament mit einem Dach darüber. Das Einzige was auffällt sind ab und zu ein Fernseher oder sogar manchmal ein Flachbildschirm, der logischerweise, damit er beim nächsten Regen nicht naß wird, immer in der Mitte des Fales steht.
Viel Geduld muss man allerdings mitbringen, es dauert alles unendlich lange und die sehr stolzen Samoaner wollen daran auch wirklich nichts ändern, wir hatten es in diesen 5 Wochen aber auch wirklich nicht eilig. Hier tragen Männer noch Röcke (sogar bei der Polizei) und kommuniziert wird neben dem Handy auch noch mit der Trompetenmuschel.
Die Strände gehören den Villages und diese betreiben Ihre Fales als Familienbetrieb (irgendwie ist sowieso jeder mit jedem verwandt) und nach 2-3 Tagen an einem Ort haben wir uns überall in der Großfamilie eingebunden gefühlt. Da man Restaurants kaum findet ist man auf das angewiesen, was die Familie so kocht und das war oft sehr köstlich, leider nicht immer.
Samoa ist einfach anders und deshalb schon jetzt einer unserer Favoriten auf dieser Reise.
Upolu
Die zweitgrößte Insel Samoas mit der geruhsamen Hauptstadt Apia mit 30 000 Einwohnern hat neben einigen wirklich schönen einsamen Stränden, an denen man sich fast schuldig fühlt einen Fußabdruck zu hinterlassen, ein noch völlig unberührtes Inland voller Dschungel und Dörfer mit lächelnden und immer grüßenden Bewohnern.
Und da war ja auch noch Neles lang ersehnter Geburtstag, leider mit viel Regen, was Neles Laune aber wirklich keinen Abbruch getan hat. Abends gab es dann zu Ehren von Nele, glaubt Sie zumindest, wieder unter einem klaren Sternenhimmel eine Geburtstagstorte und eine FiaFia (tanzende Südseeschönheiten, wenn es die dann wirklich geben sollte, mit Hula-Röckchen und Kokosnussoberteil, Musik und Feuershow.
Savaii

Größer als Upolu aber kaum besiedelt geht es hier, kaum vorstellbar das das überhaupt möglich ist, noch ruhiger zu. Unter Wasser gab es neben tollen Rifflandschaften Schildkröten satt und nette Ansichten auf leibhaftige Meerjungfrauen und übers Wasser ein Blick nach Morgen über die Datumsgrenze.
Manono und Namu'a Islands
Diese Inseln haben keine Straßen und man kommt nur zu Fuß oder mit dem Boot voran. In Manolo ist uns gleich aufgefallen, daß es trotz der 1600 Einwohner, für uns der erste Ort der Welt ist, indem es nicht einmal eine Bar gibt. Dafür gibt es ein Klohäuschen mit zwei Fernsehern auf dem Dach, ein Krankenhaus vor dem man sich auch gleich beerdigen lassen kann, wenn der Arzt mal wieder nicht da ist und legendär war auch ein Monopolyspiel (Worldedition!) mit Joshi, einem japanischen Kunstprofessor und dem schwedischen Klempner David.
Namua unsere kleine Trauminsel zum Schluß ohne Strom und nur von einer Familie bewohnt. Köstlich waren die Spanferkel am Abend und noch köstlicher die Gastfreundschaft von unseren Gastgebern während dieser 4 Tage.
Eine dicke Reise
