Eine dicke Reise

Mitten in der Regenzeit und in der Nebensaison, spontan und ungeplant, wohl die beste Voraussetzung für eine schöne Zeit in Bali. Eine Insel voller ständig lachender und herzlicher Menschen mit einer intensiven religiösen Verbundenheit und voller Lebensfreude.

So schön gewohnt wie hier haben wir auf unserer Reise noch nie und hätten fast jeden Bungalow, Chalet, jede Wohnung oder Haus, in dem wir gewohnt haben, gerne mit nach Hause genommen und am Englischen Garten wieder aufgestellt. 

Wir sind drei Wochen mit dem Mietwagen durch ländliche Gebiete mit saftigem Grün, durch das von Vulkanen geprägte Zentralbali und entlang der Küsten gefahren und haben eine eigene Welt entdeckt - Bali, die magische Insel voller Götter, Hexen, Dämonen, üppiger und märchenhafter Natur und überall ein Tempel. Als Badeinsel viel zu schade, nicht nur weil es gar nicht so viele schöne Badestrände gibt , sondern weil die Balinesen mit Kunst, Musik, Tanz, Religion  und Natur im Einlklang zu stehen scheinen.

Balis Süden

Nachts angekommen sind wir am nächsten Morgen in Jimbaran südlich der Touristenhochburgen Kuta, Sanur und Seminyak in einem, wie wohl in Bali üblich, üppig ausgestattetem Boutiquehotel mit einem verwunschenem Garten aufgewacht und haben uns dort so wohl gefühlt, das wir es ganze zwei Tage nicht verlassen haben. Die langen Sandstrände im Süden hatten wir uns etwas schöner vorgestellt. Starker Wind und hohe Wellen haben uns dann ermuntert ein Auto auszuleihen und in den Norden zu fahren.

Lovina und der Norden Balis

Eine schwarze Küste aus Lavagestein und eine vulkanisch geprägte Landschaft mit kühleren Temperaturen und sehr einladenden Menschen waren es mehr als wert, hier einige Tage zu verbringen. Von dem Fischerdorf Lovina aus ging es in die Berge, zu Seen, Wasserfällen und im Meer gab es dann auch noch Delphine. Linda und Nele waren sich danach gar nicht einig und mussten lange diskutieren, ob sie in ihrem vorherigen Leben nun ein Delphin, ein Affe oder doch eine Katze waren. Was so drei Monate Asien alles mit sich bringt!

Permuteran und der Westen

Die Berge kommen näher an die Küste, die Dörfer werden spärlicher, sogar die Tempel sind hier schlichter. Der 77 ha große Nationalpark sorgt dafür dass sich das so schnell auch nicht ändert. Drei Tage in einer der bisher schönsten Unterkünfte, sowie eine Nacht am Surfspot Medewi und in der Nähe des Heiligtums Tanah Lot zu Gast bei einem Deutschen.

Ubud und das Landesinnere

Aufsteigend bis zu den Vulkanhängen erstreckt sich die typisch balinesische Reisterrassenlandschaft. Sie ist zu schön um Sie auszulassen, von Dorf zu Dorf eine faszinierende Welt. Reisfelder bei Sonnenuntergang, ein Maler beim Mischen seiner Farben, Bauern die ihre Enten am Abend durch die Dorfstraßen nach Hause treiben, Kinder beim Baden im Fluß...

Wenn es stimmt das jeder Balines ein Künstler ist (steht so im Reiseführer), dann wird das in Ubud und Umgebung voll bestätigt. fast jeder beschäftigt sich hier mit Malen, Musik, Tanz, Holzschnitzen, als Steinmetz, Weber, Galerist oder Handwerker.

Padang Bai und die Ostküste

Das erstemal auf Bali Strände, die diesen Namen verdient haben und das sympathische Hafenstädtchen Padang Bai in dem man sogar auf aus München bekannte Gesichter trifft. Zu Abschluß von Bali haben wir neben einem Tauchgang von Weltklasse das Glück ein Barongfest mitzuerleben, der Höhepunkt des Jahres für die Dorfgemeinschaft. Eine Zeremonie mit Gamelanorchester bis in die späte Nacht, Tänzer und Zuschauer fallen in Trance im Kampf der Götter gegen die Dämonen und die Mächte des Bösen. Jeder Gottesdienst in München wird uns nun etwas langweilig vorkommen.